Am 16.03.2002 war in der Werra-Rundschau folgendes zu lesen:

"SPD INFORMIERT ZUM THEMA ABFALL

Eschwege Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung will interessierte
Bürger und die Mitglieder der Ortsvereine am Mittwoch, 20. März, an einer
öffentlichen Fraktionssitzung beteiligen. Thema des Abends, der um 19.30 Uhr im
Rathaussaal in der Innenstadt beginnt, soll die Abfallwirtschaft sein. Experte
ist Matthias Wenderoth vom Abfallzweckverband."

Diesen Hinweis nahm Herr Michael Kraemer, Vorsitzender der Bürgeriniziative für eine leistungsgerechte Müllgebühr, zum Anlass, am 20.03.2002 gegen 19.15 Uhr sich im
Rathaussaal in Eschwege einzufinden, um an dieser öffentlichen Veranstaltung
als interessierter Bürger teilzunehmen. Nachdem er sich einigen der dort
anwesenden Personen kurz vorgestellt hatte, wurde er freundlich aber bestimmt
durch den Vorsitzenden der SPD-Fraktion der Eschweger
Stadtverordnetenversammlung, Herrn Brill, gebeten, den Saal zu verlassen. Es
handle sich um eine interne Sitzung der SPD-Fraktion, man wolle sich zuerst
intern zum Thema informieren. Die Mitteilung in der Werra-Rundschau sei falsch.

Herr Kraemer leistete zwar noch geringen Widerstand und verlas den Hinweis in der
Werra-Rundschau, den er vorsorglich mitgenommen hatte. Er wies darauf hin,
dass bisher kein Widerruf dieser Mitteilung der Werra-Rundschau vom
16.03.2002 bekannt geworden sei. Er verließ dann aber doch den Sitzungssaal, da ihm
weiterer Widerstand zwecklos erschien.

Schade, so war es ihm vergönnt, auf die neusten Entwicklungen im Bereich
Müllentsorgungsproblematik und Müllgebührentwicklung aufmerksam zu machen.

So hat beispielsweise der Bayrische Städtetag auf der Internetseite
www.bay-staedtetag.de/ib2001/ib2001_8n.htm am 20.03.2002 einen interessanten
Artikel zur Gewerbeabfallverordnung mit der Überschrift "Wird privater Müll
bald teurer?" veröffentlicht. Der Bayrische Städtetag plädiert, wie die
Bürgerinitiative "Bürger für eine leistungsgerechte Müllgebühr" dafür die
Industrie und das Großgewerbe per Neuregelung im Kreislaufwirtschafts- und
Abfallgesetz wieder in den Anschluss- und Benutzungszwang einzubinden.
Am 22.03.2002 war in der Werra-Rundschau folgendes zu lesen:

Herr Chefredakteur Frank Jungbluth von der WR berichtete über den "Vorfall" am
Freitag, den 22.3. auf der Titelseite des WR-Heimatteils im "Guten
Morgen"-Gruss:

Guten Morgen!

Michael Krämer, unermüdlicher Kämpfer für Gerechtigkeit bei den
Müllgebühren, ist kein gern gesehener Gast bei der hiesigen SPD. Die
Sozialdemokraten hatten den Abfall-Experten Matthias Wenderoth,
Geschäftsführer des umstrittenen Abfallzweckverbandes, als Gast einer
öffentlichen Fraktionssitzung. Krämer war aber von der Öffentlichkeit
ausgeschlossen. Exklusiv sozusagen. Rainer Brill, SPD-Fraktionschef hat
Krämer, Vorsitzender einer Bürgerinitiative, mit dem Hinweis
hinauskomplimentiert, dass die Sitzung jetzt doch nicht öffentlich sei. Eine
entsprechende Meldung, die wir in der WR zuvor auf Wunsch der SPD
veröffentlicht haben, sei falsch. Das allerdings, Herr Brill, ist eine Ente.
Die Meldung ist uns exakt so übermittelt worden, wie veröffentlicht.
Interessant ist, dass niemand von der SPD die angebliche Falschmeldung bei
uns moniert hat. Frank
Der Eschweger FWG Stadtverordnete Andreas Hölzel dazu:
Ja, so wird wieder einmal eindrucksvoll dokumentiert, dass der SPD-Fraktionsvorsitzende Brill offenbar das Demokratieverständnis und die aktive Beteiligung von Bürgern am politischen Geschehen in seiner Region anders versteht, als der Bürger selbst. Geduldet wird nur wer ins gleiche Horn bläst.