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In Hessisch-Lichtenau wurde in der Stadtverordnetenversammlung der Antrag auf Austritt der Stadt aus dem Zweckverband Abfallwirtschaft Werra Meißner von SPD und ALH gegen die Stimmen von CDU, FWG und FDP abgelehnt. Daraufhin wurde ein Bürgerbegehren durchgeführt, mit dem Ziel den Stadtverordnetenbeschluss zu kippen.
Der Hessische Städte- und Gemeindebund empfahl der Stadtverordnetenversammlung, dass Bürgerbegehren wegen irreführender Formulierung und einem unzureichenden Kostendeckungsvorschlag abzulehnen. SPD und ALH folgten der Empfehlung gegen die Stimmen von CDU, FWG und FDP.
Hier der Text des Bürgerbegehrens:

Bürgerbegehren zur Erwirkung eines Bürgerentscheides

Mit meiner Unterschrift beantrage ich die Durchführung eines Bürgerentscheides zu folgendem Antrag :
Mit dem Bürgerbegehren soll der Austritt der Stadt Hessisch Lichtenau aus dem Zweckverband Abfallwirtschaft (ZVA) erwirkt werden.

Das Bürgerbegehren richtet sich gegen den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von Hessisch Lichtenau, vom 17. August 2001:
„ Ablehnung des Antrages auf Austritt der Stadt aus dem Zweckverband Abfallwirtschaft Werra -Meißner“

Begründung:
Die begehrenden Bürger sind davon überzeugt, dass ein weiteres Verbleiben der Stadt im ZVA fur die Gebührenzahler weiterhin ungerechtfertigte Müllgebühren bedeuten würde.

Der Antragstext lautet:
Der Magistrat der Stadt Hessisch Lichtenau hat den Austritt der Stadt aus dem ZVA unverzüglich zu betreiben. Die zukünftige Müllentsorgung kann zwecks einer einvernehmlichen Regelung mit dem ZVA über den ZVA erfolgen. Ist mit dem ZVA keine einvernehmliche Regelung möglich, ist eine öffentliche Ausschreibung der zukünftigen Einsammlung vorzunehmen.
In jedem Fall muss aber die Hoheit über die Gebührensatzung Sache der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hessisch Lichtenau sein, die folgendes dort einarbeiten soll:
1. Für Rest- und Bioabfall ist auch eine kleinere Tonne als 120 I anzubieten“
2. Die Grundgebühren sind aufWohnungen und nicht aufGrundstücke umzulegen

Kostendeckungsvorschlag:
Wir, die begehrenden Bürger, gehen davon aus, dass der Stadt Hessisch Lichtenau bei einer einvernehmlichen Regelung mit dem ZV A keine Kosten durch den Austritt entstehen. Sollte eine einvernehmliche Regelung zwischen der Stadt und dem ZVA nicht möglich sein, rechnen wir mit Kosten von bis zu DM 150.000,- fur die Stadt, die über den Stadthaushalt durch Verzicht auf andere Ausgaben oder, wenn dies nicht möglich ist, durch Kreditaufnahme abzudecken wäre. Umgerechnet entsprechen DM 150.000,- etwa DM 10,- DM je Bürger.