Freie Wähler: Die stille Korruption beseitigen!

In den Parlamenten ist es Mitarbeitern der direkt angegliederten Verwaltungen untersagt, ein Mandat anzunehmen. So kann zum Beispiel ein Beamter einer Stadtverwaltung nicht Mitglied im Stadtparlament der gleichen Stadt werden. Alle anderen Parlamente stehen ihm aber offen.
Die FWG Nordhessen hat festgestellt, dass in den Nordhessischen Parlamenten der Anteil der Abgeordneten, die ihr Arbeitsverhältnis in öffentlichen Verwaltungen oder den zugehörigen Institutionen oder Betrieben haben, immens hoch ist und längst nicht mehr dem Anteil der Bevölkerung entspricht. Zudem bekleidet dieser Personenkreis sehr oft führende Positionen in den Parlamenten.

Durch die nicht von der Hand zu weisende Verflechtung von Beruf, Karriere, Mandat und eventueller Parteimitgliedschaft, ist dieser Personenkreis ständig einem mittelbaren “Widerstreit der Interessen ausgesetzt“.
Parteien, Ämter und Parlamente bilden so mehr und mehr einem Staat im Staat, der die Kontrolle der Verwaltungen durch die Parlamente nur noch schwer zuläßt: Wir werden nicht mehr regiert, wir werden nur noch verwaltet!

Die FWG will, dass dieser stillen Korruption durch Vorteilsnahme der Kampf angesagt wird.
Die Wahlgesetzgebung soll nach dem Willen der FWG einer Reform unterzogen werden:
Mitarbeiter aus öffentlichen Verwaltungen sollen nicht mehr bei Wahlen kandidieren dürfen.