Arbeit um jeden Preis?
Die Pressemitteilung der FWG Witzenhausen
Witzenhausen: 57,8% der Wahlberechtigten wollen die Müllverbrennung?

Diese Deutung des Bürgerentscheids stimmt nicht. Alles was am 30.01.05
deutlich wurde ist, dass die Witzenhäuser sich solidarisch für die
Arbeitsplätze ihrer Mitbürger einsetzen. Am Ende ging es nämlich gar
nicht mehr darum, ob ein Müllheizkraftwerk gewollt ist in Witzenhausen,
sondern ob Arbeitsplätze erwünscht sind. Auf dieses Trumpfkarte hatte
die SCA-Werbeabteilung gesetzt und damit in den überwiegenden
Ortsteilen Erfolge erzielt.

Wird nun aber auch die indirekt in Aussicht gestellte
Arbeitsplatzgarantie Schwarz auf Weiß abgegeben, wird die Anlieferung
per Bahn weiter vorangetrieben und wird ein Gutachten zur derzeitigen
Luftqualität in Witzenhausen in Auftrag gegeben?

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die 4098 Stimmen für den
Arbeitsplatzerhalt der Mitarbeiter von der Firma SCA aufgegriffen
werden. Ebenso müssen die Sorgen der betroffenen Bürger und deren 2988
Stimmen für Gesundheit, Landwirtschaft, Tourismus und den Erhalt der
Universität zu einem verbesserten Schutz führen.

In der Stadtverordnetenversammlung vertreten übrigens nur vier
Abgeordnete der B.90/Grünen und zwei Abgeordnete der Freien Wähler
Gemeinschaft 42,2% der Bürger. Bei insgesamt 37 Mandaten zeigt sich eine
deutliche Differenz zwischen den Abgeordneten und der
Bevölkerung.
31.01.2005