Unsere Warnungen haben sich bestätigt:
Herhof steht vor dem AUS
Durch den Insolvenzantrag der Firma Herhof ist die Entsorgungssicherheit der Hessischen Landkreise, die ihren Restmüll ab dem 1.6.2005 nach Mecklar liefern wollen, nicht mehr gegeben. Die Nordhessische Müllpolitik steht vor einem Desaster, das nicht hätte sein müssen, da es genügend warnende Stimmen von der FWG gegeben hat.

Die bisherigeTaktik der Fa. Herhof immer wieder zu behaupten, es handele sich nur um ein vorübergehendes Problem wird diesmal nicht funktionieren. Herhof hat bei den Ausschreibungen zu hoch gepokert und zu niedrige Entsorgungspreise angegeben, mit denen kein wirtschaftlicher Betrieb mit Schwarzen Zahlen möglich ist. Genau dass haben die Investoren geprüft und ihre Kredite Herhof versagt. In der Insolvenz muss Herhof seine riskante Kalkulation offen legen. Die Zahlen können nur zu der Feststellung führen, dass die mit den Kreisen ausgehandelten Konditionen nicht haltbar sind. Das kann nur das Aus von Herhof oder das Nachbessern der Preise bedeuten, was die FWG ablehnt, weil wir von einer Nachbesserungskette ohne Ende ausgehen.

Wir fordern die betroffenen Kreise auf, unverzüglich einen Notfallplan aufzustellen, um für das Aus der Firma Herhof gerüstet zu sein. Der Plan darf nicht dazu führen, dass die Gebührenzahler am Ende mit höheren Gebühren für die Fehler der Politik büßen müssen. In vielen Nordhessischen Deponien sind ausreichende Kapazitäten vorhanden, um die Entsorgung nach bisheriger Manier fortführen zu können.
12.01.2005