Der Werra-Meißner-Kreis:
Von Politik und Wirtschaft im Stich gelassen!
Schließung von
Kasernen in Sontra und Hessisch-Lichtenau.
Kautex und Kamps in Eschwege.
Der Kreis verliert mit einem Schlag rund 500 Arbeitsplätze!

Die negative Entwicklung des Werra-Meißner-Kreises läßt sich nicht mehr beschönigen. Von Politik und Wirtschaft mehr und mehr im Stich gelassen befindet sich der Kreis im freien Fall.

Die Ursachen dafür im ökonomischen Handeln der Konzerne und dem Fördergefälle zu den Neuen Bundesländern zu suchen reicht uns nicht.
Hauptursache sind die in den letzten Jahrzehnten fehlenden Entscheidungen unserer Regierungen – ausgeübt von den Parteien CDU, SPD, Grüne und FDP – zur
• unverantwortlich hohen Verschuldung der öffentlichen Kassen
• Arbeitslosigkeit
• Abwanderung der produzierenden Industrie in Billiglohnländer
• Lichtung des Steuer- und Gesetzesdschungels
• Verteilung der vorhandenen Arbeit auf die Bevölkerung
• Konzentration der Politik auf die hoheitlichen Aufgaben, statt sich immer mehr in der Wirtschaft zu betätigen.
• nahezu uneingeschränkten Akzeptanz des weltweiten Gütertransportes
• Förderpolitik, die die Staatsverschuldung beschleunigt

Das Ergebnis dieser tatenlosen Politik bekommt das flache Land, dessen wirtschaftliche Kraft mit der der Ballungszentren nicht zu vergleichen ist, am deutlichsten zu spüren: Staat und Wirtschaft ziehen sich mehr und mehr zurück. Zwischen den Ballungszentren gelegen ist der Werra-Meißner-Kreis nur noch ein Stück Weg, den es gilt möglichst schnell zu durchfahren.
Überlegungen in der Bundesregierung, den Tag der Deutschen Einheit nur noch an Wochenenden stattfinden zu lassen zeigen, wie ernst die Lage in ganz Deutschland ist und dass man nicht mehr weiß, wie man den Teufelskreislauf des wirtschaftlichen Niedergangs in den Griff bekommt.
Das Ansinnen von Landrat Dieter Brosey (SPD), den freien Fall des Werra-Meißner-Kreises durch einen regionalen Wirtschaftsgipfel stoppen zu wollen wird – so lange die Rahmenbedingungen unverändert bleiben – nicht von Erfolg gekrönt sein. Unsere (zukünftigen) Regierungen in Bund und Land müssen zuerst die genannten Missstände, die aus den Fehlern der Vergangenheit resultieren, in Ordnung bringen.
17.11.2004