Fördergefälle soll über 2007 hinaus bleiben
Kreistag soll Protest beschließen

Das Fördergefälle zwischen dem Werra-Meißner-Kreis und den neuen Bundesländern sollte 2007 auslaufen. Die bisherige Förderung der EU soll jedoch unverändert weiter gehen.

Die Vorteile der zentralen Lage des Werra-Meißner-Kreises in Deutschland und Europa werden, so lange das Fördergefälle besteht, keine Wirkung zeigen. Im Gegenteil, das nicht mehr zu verantwortende Ausbluten des Kreises wird sich fortsetzen.

Die FWG-Kreistagsfraktion geht davon aus, dass weder die EU noch die Bundesregierung bedacht haben, dass die Situation des Werra-Meißner-Kreis einen dramatischen Zustand angenommen hat, der sich nicht weiter verschärfen darf (Zahl der Arbeitslosen- und Sozialhilfeempfänger, Landflucht der Jugend, Geburtenrückgang um ein Drittel, Überalterung der Bevölkerung, Rückgang der Einwohnerzahlen, Rückgang bei Industrie, Handel und Gewerbe, usw. usw.).

Die FWG-Kreistagsfraktion fordert daher per Antrag ein Protestschreiben an die EU und die Bundesregierung in dem mit entsprechendem Zahlenmaterial die sozialpolitische und wirtschaftliche Situation des Werra-Meißner-Kreises aufgezeigt wird und Maßnahmen zur Verbesserung eingefordert werden.“
26.04.2004