Wurde der Amtsträger geschont?
Die Pressemitteilung der FWG Witzenhausen

Presseerklärung
zur Einstellung des Verfahrens wegen Untreue gegen Bürgermeister Engel

Chance zur Aufklärung vertan und gleichzeitig Staatsverdrossenheit genährt

Die Menschen in unserem Land sind zu Recht sehr sensibel, wenn der Verdacht von Veruntreuung, Unterschlagung oder Vorteilsnahme durch Amtsträger im Raum steht.
Hier hilft nur Offenlegen, Aufklären und in einem ordentlichen Verfahren verhandeln.
Das Einstellen eines solchen Verfahrens gegen eine Geldauflage schon vor einer Verhandlung hinterlässt bei den kritischen Bürgerinnen und Bürgern den Eindruck, dass an den Beschuldigungen zwar etwas dran ist, die Justiz aber wieder einmal einen Amtsträger schonen möchte.
Insofern wurde vom Landgericht die Chance zur sachlichen Aufklärung und Bewertung der Veruntreuung durch Bürgermeister Engel vertan, und es wird Politik- und Staatsverdrossenheit genährt.
Doch auch Bürgermeister Engel kann mit dieser Einstellung nicht gedient sein, wird ihm doch der Geruch von Untreue anhaften bleiben.
Die Höhe von 9000,- € Geldauflage indes zeigt, dass hier mehr vorliegen muss als nur eine Fahrt im Dienstwagen nach Warschau oder ein privates Essen auf Kosten der Stadt wie bei der Oberbürgermeisterin Hanaus.
Ein Schaden für die Stadt Witzenhausen ist allemal entstanden – doch wer kommt eigentlich dafür auf?

FWG-Fraktion Witzenhausen Waldemar Rescher, Vorsitzender,
21.1.2004