Erfahrungen aus dem Lahn-Dill-Kreis
Ein schlechtes Zeugnis für Herhof und das Trockenstabilat
Aus dem Lahn Dill-Kreis
Es sollte ein Projekt der Zukunft werden - mit einem genialem Verfahren durch das man mit Müll Geld verdienen kann. Damit wollte man günstige Müllgebühren wie mit keinem anderen Entsorgungskonzept erreichen.
Der Lahn-Dill-Kreis entschied sich Mitte der 90er-Jahre für das Trockenstabilat-Verfahren und ist heute wegen hoher Investitionen an Herhof relativ fest gebunden.
In Aßlar betreibt Herhof eine Trockenstabilat-Anlage in der Abfälle des Lahn-Dill-Kreises von 480.000 Einwohnern entsorgt werden.

Doch wohin mit demTrockenstabilat? Weil sich kein Abnehmer fand baute Herhof zusammen mit dem Kreis eine Verbrennungsanlage zur Stromproduktion.
Weitere Investitionen des Kreise wurden dadurch nötig.

Doch statt günstige Müllgebühren zu erzielen musste man bereits sechsmal erhöhen.
Die Entsorgung von einer Tonne Müll kostet heute effektiv 150 EURO.

Wenn sich Herhof da bei der Abgabe seinens Gebotes für den Werra-Meißner-Kreis nicht verrechnet hat, wonach die Entsorgung des Restmülls in der noch zu bauenden Anlage in Mecklar-Meckbach weniger als 75,00 EURO/Tonne kosten soll.


Parallelen zum Werra-Meißner-Kreis

Wie im Lahn-Dill-Kreis will man auch im Werra-Meißner von den "günstigen" Herhof Preisen profitieren.

Wie im Lahn-Dill-Kreis kann Herhof die Anlage in Mecklar-Meckbach nicht ohne die Beteiligung der öffentlichen Hand bauen.

Wie im Lahn-Dill-Kreis hat Herhof für das Stabilat aus Mecklar-Meckbach keinen Abnehmer. Hier soll die SCA in Witzenhausen einspringen, die noch einen zahlungskräftigen Investor sucht. Ob sich dieser auch bei der öffentlichen Hand findet ist noch offen.

Wie oft Herhof die Müllgebühren, egal ob in Mecklar-Meckbach (wo die Anlage ja noch gebaut werden muss), oder in Rennerod (die Ersatzlösung für den Werra-Meißner-Kreis) erhöhen muss wird die Zukunft zeigen, falls das Unternehmen bis dahin überhaupt noch existiert.
21.9.2003