Verzögerungen beim Bau des Aldi-Marktes in Reichensachsen?
Das Schreiben von Wolfhard Austen an die Vorsitzende der Gemeindevertretung
An der Wehretaler Gemeindevertretersitzung am 15.9.2003 konnte Wolfhard Austen nicht teilnehmen, weil er als Kreistagsabgeordneter an einer Informationsveranstaltung zum Bau des Magna-Parkes in Neu-Eichenberg teilnahm.
Wolfhard Austen teilte dies der Vorsitzenden der Gemeindevertretung in einem Schreiben mit. Das Schreiben wurde von der Vorsitzenden in der Sitzung verlesen:

"Sehr geehrte Frau Vorsitzende,

an der morgigen Gemeindevertretersitzung kann ich wegen einer Terminüber-schneidung leider nicht teilnehmen und bitte mein Fernbleiben zu entschuldigen.

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen in der “Aldi-Angelegenheit“ kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen. Ich habe mich dazu entschlossen, weil ich in den vielen Jahren meiner Tätigkeit hier in der Gemeindevertretung immer wieder feststellen musste, dass man sich über vieles hinwegsetzt und auch falsche Behauptungen aufstellt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lässt sich das Verhalten nicht ändern. Für die Zukunft sehe ich allerdings gute Chancen, dass sich etwas ändern wird.
Außerdem ist der Aldi-Markt im Bau. Wäre es nicht so wäre ich an den entsprechenden Stellen schon vorstellig geworden.

Ich will es bei drei Beispielen aus der Vergangenheit belassen, die Aufzeigen welches Verhalten ich meine.

1. Beispiel
Im Juni 1995 beschließt die Gemeindevertretung die Aufstellung von A44-Protesttafeln.
Erst durch zwei FWG-Anfragen im Kreistag und einem erneuten FWG–Antrag in der Gemeindevertretung muss der Wehretaler Gemeindevorstand endlich den Beschluss der Gemeindevertretung nach über zwei Jahren ausführen. Die Ausführung erfolgt allerdings an einem Ort (westlich von Oetmannshausen, weit weg von der Bundesstraße), der der Funktion des Schildes nicht gerecht wird!

2. Beispiel
Das Ergebnis einer Bürgerbefragung, die Beschlusslage der Gemeindevertretung und das Ergebnis eines Bürgerbegehrens – die A44 soll südlich von Wehretal verlaufen – wird einfach übergangen. Es werden im Überschwemmungsgebiet ohne Einbeziehung der Gemeindevertretung riesige Gewerbegebiete in die Wege geleitet und verhindert, dass die Gemeinde rechtlich den südlichen Verlauf der A44 einfordern kann.

3. Beispiel
Es wurde die Behauptung aufgestellt, dass die Reichensächser Nordumgehung nicht gebaut wird, wenn die A44-Spitzkehre nicht gebaut wird. Das Bundesverkehrsministeriums bestätigte, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat und die Behauptung unwahr ist."
18.9.2003