SCA: Billige Energie JA – Investitionsrisiko NEIN

Nun ist die Katze endlich aus dem Sack. Nachdem die SCA auch den dritten Termin über die Entscheidung zum Bau des Stabilat-Heizwerkes verstreichen ließ, wurde nun endlich ein Grund für das zögerliche Verhalten genannt: Die SCA sucht nach einem Investor.

Doch ist das wirklich die volle Wahrheit? Es wäre zu verwunderlich gewesen, wenn das SCA-Management die einmalige Situation die einzigste Lösung für die Müllpolitik um die Fa. Herhof zu sein nicht nutzen würde um davon selbst zu profitieren. Herhof erhält massiv finanzielle Unterstützung vom Bundesland Hessen und einigen Landkreisen. Es liegt auf der Hand, dass die SCA ebenso bedient werden will. Die Rechnung der SCA ist eindeutig: Billige Energie JA – Risiko NEIN.

Das Stabilat-Heizwerk wäre die erste Großanlage weltweit. Was bedeutet, dass es keine Garantie für einen reibungslosen Betrieb der Anlage gibt und entstehende Probleme sehr teuer werden können.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, einen Ausweg aus demTeufelskreislauf – immer mehr Steuergelder locker machen zu müssen – der durch die Entscheidung des Werra-Meißner-Kreises die Entsorgung des Restmülls ab 2005 auf Herhof zu übertragen in Gang gekommen ist, zu suchen. Einen Antrag dazu hat die FWG schon in der letzten Kreistagssitzung gestellt. Es wäre ein Fehler nach Herhof nun auch den Bau der SCA-Stabilatverbrennung mit öffentlichen Geldern zu finanzieren. Das Risko Millionensummen in den Sand zu setzen ist groß. So groß, dass es nicht zu verantworten ist noch mehr öffentliche Gelder dafür zu investieren.
24.8.2003