Erst Ortsumgehungen bauen!
Die B7 ist im Werra-Meißner-Kreis ab Wichmannshausen Richtung Eisenach für den Lkw-Verkehr gesperrt. Nun wird im Hessischen Wirtschaftsministerium daran gearbeitet die B7 auch in diesem Abschnitt für den Lkw-Verkehr freizugeben.

Die Freigabe der B 7 für den Lkw-Verkehr wäre für die FWGKreistagsfraktion ein weiterer Schritt auf dem Weg aus dem Werra-Meißner-Land ein Werra-Meißner-Lkw-Land zu machen! Daher sind die Pläne des Wirtschaftsministeriums für die FWG keine Überraschung.

Ist doch die B7 die direkte Verbindung ohne nennenswerte Steigung zwischen Kassel und Eisenach und darüber hinaus. Auch im Hinblick auf die Lkw-Autobahnmaut wäre die B7 eine Alternative zur noch zu bauenden A 44 die obendrein über Umwege und Berge verlaufen soll. Die B 27 zwischen Göttingen und Bad Hersfeld ist ein Beispiel dafür, wie der Lkw-Verkehr solche Alternativstrecken nutzt.
Was die Freigabe der B 7 für die Bundesstraßen Anwohner in zum Beispiel Datterode, Netra und Rittmannshausen bedeuten würde kann man sich heute schon in Wehretal-Oetmannshausen vor Augen führen.
Die Position der FWG ist daher klar, die B 7 darf nicht unter den heutigen Umständen für den Lkw-Verkehr geöffnet werden. Wir haben daher für die nächste Kreistagssitzung eine Resolution mit folgenden Text beantragt:

”Der Kreistag des Werra-Meißner-Kreises lehnt die Öffnung der B 7 für den Lkw-Verkehr ab.
Da dem Lkw-Verkehr über die B 400 eine gleichwertige Straßenverbindung zur Verfügung steht besteht für die Freigabe keine Notwendigkeit.
Sollte man trotzdem auf die Freigabe bestehen fordern wir vor dem Vollzug den Bau von Ortsumgehungen für Datterode, Netra und Rittmannshausen."


Die Resolution ist an die zuständigen Verwaltungen zu senden.
11.8.2003