Noch mehr Lkw auf unseren Straßen
durch Entsorgung, Energieerzeugung und Logistik!
Die Anwohner der Bundesstraßen im Werra-Meißner-Kreis sind arm dran. Seit der Grenzöffnung hat der Verkehr explosionsartig zugenommen. Der Lkw-Anteil ist sehr hoch. So sollen zum Beispiel auf der B 27 heute schon rund 1000 Lkw täglich fahren.
Durch gigantische Anlagen wird der Lkw-Verkehr weiter zunehmen:

Entsorgung
Der Restmüll darf ab 2005 nicht mehr deponiert werden. Im Kreis Hersfeld-Rothenburg soll in Mecklar-Meckbach eine Stabilat-Anlage gebaut werden zu der auch der Restmüll aus dem Werra-Meißner-Kreises (etwa 20.000 Tonnen im Jahr) mit Lkw gebracht werden soll. Insgesamt hofft man jährlich mindestens 180.000 Tonnen Restmüll zu Stabilat (Ersatzbrennstoff) verarbeiten zu können.

Energiererzeugung
Die Papierfabrik SCA in Witzenhausen will ihr Gaskraftwerk in ein Ersatzbrennstoffwerk umwandeln. Mit dem neuen Kraftwerk soll 80% des Bedarfs an Strom und 100 % des Bedarfs an Dampf hergestellt werden. Die Energiekosten sollen von heute 100% auf 15% gesenkt werden.
Der Transport der Ersatzbrennsoffe soll per Lkw erfolgen. Der Transport auf der Schiene sei so gut wie unmöglich, weil weder die SCA noch ein Stabilatwerk über einen Gleisanschluss verfügt. Rund 260.000 Tonnen Ersatzbrennstoff sollen im Jahr verbrannt werden. Brennstoff und Asche muss dann mit täglich 70 - 80 Lkw transportiert werden. Heute frequentieren bereits täglich rund 120-140 Lkw die SCA. Zukünftig werden es dann über 200 Lkw täglich sein.

Logistik
In Neu-Eichenberg soll bei Hebenshausen ein Magna-Park der Firma Gazeley gebaut werden. Die Fa. Gazeley bietet sich als Dienstleister für Unternehmen die Warenumschlagsorte suchen an. Nach Kundenwunsch werden die Hallen gebaut. Man will 14-16 Hallen bauen. Man rechnet mit etwa 600 Lkw täglich.

So stellt man sich den Magna-Park aus der Vogelperspektive vor.
Direkt an Hebenshausen angrenzend.
2.8.2003