Ohne die öffentliche Hand ist Herhof pleite
Ohne Beteiligung Entsorgung ab 2005 in Gefahr
Der Kreisausschus des Werra-Meißner-Kreises empfiehlt dem Kreistag der Beteiligung an der Stabilatanlage in Mecklar, Kreis Hersfeld-Rothenburg, zuzustimmen.

Die beim Vertragsabschluss des Werra-Meißner-Kreises mit der Firma Herhof im Januar 2001 genannten Vorteile - ab 2005 sind wir jegliches Risiko und jegliche Verantwortung los - lösen sich mit der Beteiligung an der Trockenstabilat-Anlage in Mecklar in Luft auf.

Fest steht bisher nur, dass sich der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit einem Anteil von 30% beteiligen will. Die Beteiligungshöhe soll aber durch die Beteiligung von mindestens einem weiteren Kreises verringert werden, geschieht dies nicht soll es auch keine Beteiligung vom Landkreis Hersfeld-Rotenburg geben, was bedeuten würde, dass die Anlage in Mecklar nicht gebaut wird. Dem Werra-Meißner-Kreis und dem Landkreis Kassel wurden je 10% der Gesellschaftsanteile angeboten.
Aus heutiger Sicht übernähme der Werra-Meißner-Kreis mit einer 10%tigen Beteiligung eine Riskodeckungspflicht von 3-4 Millionen EURO.

Die FWG-Kreistagsfraktion fragt sich, nach welchen Kriterien der Beteiligungsfaktor ermittelt wurde. Es ist nicht zu verstehen, dass der Werra-Meißner-Kreis mit einer Anlieferungsmenge von etwa 20.000 Jahrestonnen, das gleiche Risko wie Kassel Land mit etwa 60.000 Jahrestonnen tragen soll und andere Landkreise sich eventuell gar nicht am Risiko beteiligen. Wir meinen, dass sich die Beteiligungshöhe an der Müllmenge orientieren sollte und da wäre der Werra-Meißner-Kreis dann nur mit 3-4% am Risiko beteiligt.
1.7.2003