Bürger sollen spenden, aber nicht in den Vorstand
Und die Werra Rundschau macht auch mit
Ist jegliches Fingerspitzengefühl verloren gegangen?
Der Eschweger Bismarckturm muss saniert werden, doch die Stadt hat dafür kein Geld.
Mit einem Förderverein soll der Turm vor dem Verfall gerettet werden. Die Gründung soll am 24.6. sein. Die Werra Rundschau berichtete am 21.6. auf der Titelseite großzügig über das Vorhaben.

"Mitglied des Vereins kann jedermann werden" schreibt die Werra Rundschau, doch wo und wann die Gründung des Fördervereins erfolgen soll wird nicht berichtet. Will man ungestört sein, um den Vorstand wie vorgesehen wählen zu können? Die Werra Rundschau dazu: "Und weil das alles flott und unbürokratisch gehen soll, wurde schon kräftig vorgearbeitet. Die Vorschlagsliste für Vorstand und Beirat sieht so aus: ........................." Und weiter: "Bürgermeister Jürgen Zick und Stadtkämmerer Matthias Sadowsky können sich dem lobenswerten Unterfangen nur anschließen"

Chefredakteur Dieter Preuß in seinem Kommentar: "Ein Förderkreis, dem auch ein Vertreter der Heimatzeitung angehört (Anmerkung des FWG-Journals: Dieter Preuß selbst soll Mitglied des Beirates werden), wird mit Rat, Tat und guten Ideen dazu beitragen, die Aktion zum guten Ergebnis zu führen." Im Artikel wird dann auch berichtet welchen Beitrag die Werra Rundschau leisten will. Über Sponsoren und Spender soll regelmäßig berichtet werden um Nachahmer zu motivieren einen Obolus beizusteuern. Hat man über diese bevorzugte Behandlung eines Vereins bei der Werra Rundschau nicht nachgedacht? Strebt man bei der Werra Rundschau nicht eine Gleichbehandlung aller an? Oder will man nur gut Freund zu einem gewissen Personenkreis sein? Deckt dieses Verhalten nicht auf, wie es um die Überparteilichkeit und Unabhängigkeit der Werra Rundschau steht?
22.6.2003