Ist unsere Demokratie am Ende?
Nur 43,22 % Wahlbeteiligung!
Eschwege hat gewählt! Oder doch nicht?
Die Bürgermeisterwahl in Eschwege ist vorbei.
60,56% der WählerInnnen und Wähler bestätigten Jürgen Zick im Amt
20,13% gaben Ihre Stimme Dirk Handwerk und
19,31% Stefan Schneider.
43,22% der WählerInnen und Wähler fanden den Weg ins Wahllokal.
56,78% haben den Kandidaten ihre Stimme versagt und blieben zu Hause.

Umgerechnet auf alle Eschweger Wahlberechtigten hat der Wahlsieger Jürgen Zick gerade mal von rund 26% seine Stimmen bekommen. Weit entfernt von der eigentlichen Mehrheit und fast nur die Hälfte vom Ergebnis vor sechs Jahren (rund 48%).

Ein echter Demokrat würde sich mit dem heutigen Ergebnis als Wahlsieger für Neuwahlen einsetzen.

Welchen Wert hat das Ergebnis? Ist unser Wahlgesetz, dass keine Mindestwahlbeteiligung und/oder ein prozentuales Mindestvotum der Wahlberechtigten vorschreibt, nicht überholungsbedürftig?

Für die FWG steht fest, die heutige Wahlgesetzgebung trägt zur Politikverdrossenheit bei. Es kann nicht sein, dass eine Wahlverweigerung keinen Einfluss auf eine Wahl hat. Wenn nicht mindestens 50% der Wahlberechtigten an die Wahlurne gehen ist die Wahl für ungültig zu erklären.
Im Fall der Eschweger Bürgermeisterwahl könnte es zum Beispiel sein, dass die Nichtwähler keinen der Kandidaten als Bürgermeister haben wollten. Und dies wird von der aktuellen Wahlgesetzgebung einfach ignoriert.

Bei der Eschweger Bürgermeisterwahl vor sechs Jahren gingen noch 66% der Wahlberechtigten zur Wahlurne. Jürgen Zick trat damals gegen Andreas Hölzel an und erhielt 73,23%. Das waren immerhin noch die Stimmen von rund 48% aller Wahlberechtigten.

Alle Zahlenangaben sind ohne Gewähr (bei der Berechnung fehlen zum Beispiel die ungültigen Stimmen).
15.6.2003