Das Ersatzbrennstoffkraftwerk wird gebaut
Noch kein Vertrag mit Brennstofflieferanten abgeschlossen
Am 30.5. fand eine Informationsveranstaltung der Papierfabrik SCA in Witzenhausen statt, die ihr über 20 Jahre altes Gaskraftwerk gegen ein Ersatzbrennstoffkraftwerk austauschen will.
Mit dem neuen Kraftwerk soll 80% des Bedarfs an Strom und 100 % des Bedarfs an Dampf hergestellt werden. Die Energiekosten sollen von heute 100% auf 15% gesenkt werden.
Ein Brennstofflieferant der SCA sollte die Firma Herhof, die ab 2005 aus dem Hausmüll des Werra-Meißner-Kreises den Ersatzbrennstoff Stabilat herstellen will, sein.
Die Firma Herhof ist aber durch den Ausstieg der EAM aus verschiedenen Herhof-Projekten in eine finanzielle Schieflage geraten.
Solange die finanziellen Schwierigkeiten nicht beseitigt sind will die SCA keinen Vertrag mit Herhof abschließen. Das Kraftwerk wird auch ohne Herhof gebaut!

Der Transport der Ersatzbrennsoffe soll per Lkw erfolgen. Der Transport auf der Schiene sei so gut wie unmöglich, weil weder die SCA noch ein Stabilatwerk über einen Gleisanschluss verfügt. Rund 260.000 Tonnen Ersatzbrennstoff sollen im Jahr verbrannt werden. Brennstoff und Asche muss dann mit täglich 70 - 80 Lkw transportiert werden. Heute frequentiern bereits täglich rund 120-140 Lkw die SCA. Zukünftig werden es dann über 200 Lkw täglich sein.

Auf den Straßen des Werra-Meißner-Kreises fahren sehr viele Lkw. Auf der Bundesstraße 27 fahren zum Beispiel heute täglich rund 1000 Lkw. Eine Zunahme des Lkw-Verkehrs im Kreis darf es aus Sicht der FWG nicht mehr geben.
5.6.2003