Wer behält da noch den Überblick?
Jetzt finanzielle Engpässe in Rennerod
Auch hier Beteiligung der öffentlichen Hand?

Vor ernsthaften Problemen steht die Abfallwirtschaft im Westerwaldkreis.
Auslöser sind finanzielle Engpässe bei der Herhof-Gruppe, die zu 74 Prozent
an der Trockenstabilatanlage zur Restmüllaufbereitung in Rennerod beteiligt
ist. Finden sich keine neuen Geldgeber, droht der Anlage das Aus. Nun erwägt
der Westerwaldkreis, als Gesellschafter einzusteigen. Der Preis: 550 000
Euro. Das Votum fällt am 5. Mai im Kreistag.
Auch der Werra-Meißner-Kreis wäre von einem Aus der Anlage in Rennerod betroffen, die ab 2005 den Müll des Kreises aufnehmen muss, wenn die Herhof-Stabilat-Anlage im Nachbarkreis Hersfeld-Rotenburg in Mecklar nicht gebaut wird. Wie wir bereits berichteten soll auch die Anlage in Mecklar mittels Bürgschaften und Beteiligungen der
öffentlichen Hand gebaut werden, weil Herhof keine anderen Geldgeber gefunden hat.
Wegen der Finanzierung des Baus der Anlage in Mecklar ist man bereits an den Werra-Meißner-Kreis herangetreten, es liegt auf der Hand, dass auch aus dem Westerwaldkreis Hilfe angefordert wurde.
30.4.2003