Wendershäuser Ortsbeirat bestätigt Befürchtungen der FWG:
Zusätzliche Belastungen nicht hinnehmbar!
Der Werra-Meißner-Kreis - Drehscheibe des Schwerverkehrs in Europa?

Die Papierfabrik SCA in Witzenhausen will eine Verbrennungsanlage für 220.000 Tonnen Stabilat errichten. Die Anlieferung des Stabilats wird im wesentlichen per Lkw aus der noch zu errichtenden Herhof-Stabilat-Anlage in Mecklar im Kreis Hersfeld-Rotenburg erfolgen. Man rechnet mit täglich mindestens 50 Lkw-Ladungen, was in der Praxis durch Hin-und Rückfahrt bedingt 100 Lkw´s zusätzlich auf den Straßen des WMK bedeuten würde. Die meisten davon würden auch durch Wendershausen rollen.
Die FWG hat die Problematik bereits im Kreistag thematisiert. In der Umweltausschusssitzung am 6.5.2003 erfolgt darüber die erste Beratung.
Der Wendershäuser Ortsbeirat fordert Übergangsweise die Installation eines Lkw-Nachtfahrverbotes für Wendershausen und die bevorzugte Umsetzung des Baus einer seit längerem geplanten Ortsumgehung als Endlösung.
Da der Stabilat-Transport auch in erster Linie auf dem Rücken der B 27-Anwohner erfolgen wird, die durch den heutigen Schwerverkehr schon belastet genug sind muss aus Sicht der FWG für alle eine Lösung gefunden werden.
Im Werra-Meißner-Kreis gab es bereits im Spätherbst 2002 eine Initiative von 15 Ortsvorstehern entlang der B 27, die sich in einer gemeinsamen Resolution an Institutionen auf Kreis- Landes- und Bundesebene für Maßnahmen gegen den LKW-Transitverkehr ausgesprochen hatten.
Ob der Transport des Stabilats mit der Bahn erfolgen kann muss auf jeden Fall gründlich geprüft werden.

Doch vielleicht erledigt sich dieses Thema bald von selbst, denn die Finanzierung des Baus der Stabilat-Anlage in Mecklar steht immer noch nicht. Wenn sie nicht gebaut wird, wird auch die SCA ihr Vorhaben beenden und es somit auch keine Stabilat-Anlieferungen geben. Auch hierzu hat die FWG einen Fragenkatalog in den Kreistag eingebracht, der in der Umweltausschusssitzung am 6.5.2003 behandelt werden soll.
19.4.2003