Nimmt die Zitterpartie kein Ende
Was wird uns die Entsorgung des Restmülls ab 2005 kosten?
Entgegen der für Herhof positiven Meldung, dass die Papierfabrik SCA in Witzenhausen eine Stabilat-Verbrennungsanlage für 220.000 Tonnen Stabilat bauen will (ob es dabei bleibt muss sich erst zeigen), hagelt es weiter negative Schlagzeilen um/über Herhof.

So soll der Kreistag des Lahn-Dill-Kreises, dem Stammsitz der Fa. Herhof, am 24.2.2003 eine Gebührenerhöhung um 160% auf der Basis der bereits im Jahr 2002 durchgeführten Erhöhung um 70% beschlossen haben.
Eine vierköpfige Familie soll jetzt 340 EURO Müllgebühr im Jahr zahlen müssen.

Die Trockenstabilat-Anlage der Firma Herhof in Mertesdorf (Kreis Trier-Saarburg) soll einmal den gesamten Abfall der Region aufnehmen. Doch es gibt Finanzierungsprobleme. Dem Vernehmen nach fehlen beim Bau der Anlage (Kosten: 35 Millionen Euro) immer noch zehn Millionen Euro. Die Gerüchte, dass sich die öffentliche Hand an der Finanzierung beteiligen wird, verdichten sich immer mehr.
Als ob die öffentlichen Kassen nicht schon genug überschuldet sind.

Es ist schon erstaunlich, dass es ausreicht ein Konzept und nicht viel mehr als eine Versuchsanlage zu haben, um an öffentlichen Ausschreibungen für die Restmüllentsorgung ab 2005 - wie an der des Werra-Meißner-Kreises - teilnehmen zu können.
Es ist ebenso erstaunlich, wie Herhof den exakten Preis für die Gewichtstonne angelieferten Restmüll angeben kann, ohne dass die Anlage im Betrieb ist - ja noch nicht einmal der Bau der Stabilatanlage (bei Mecklar/Kreis Hersfeld-Rotenburg) begonnen hat und ohne das Herhof wusste, wer ihm ab 2005 zu welchem Preis das Stabilat abnimmt.
Was passiert, wenn sich 2005 herausstellt, dass die Pseudo-Kalkulation von Herhof vom Januar 2001 nicht haltbar ist (viele Anzeichen sprechen dafür) und für die Tonne angelieferten Restmüll ein wesentlich höherer Betrag kassiert werden muss?

28.3.2003