Geld für die Bildung verwenden
Statt in Küchenausstattung in Hausaufgabenbetreuung investieren
Mit einem insgesamt vier Milliarden Euro schweren Programm will der Bund Ganztagsschulen vor allem mit Baumaßnahmen wie neue Küchen und Speisesäle, zusätzliche Sporthallen und Unterrichtsräume fördern.
Die Mittel sollen über die Landesregierungen verteilt werden.

Wir meinen, dass mehr Geld in die Bildung investiert werden sollte und wollen mit Hausaufgabenbetreuung in der Grundschule an der Wurzel der PISA-Studie ansetzen. Unser Antrag für die Kreistagssitzung am 17.3.2003 lautet:

Der Kreisausschuss wird beauftragt zu veranlassen, dass beim Land Hessen Mittel für eine Hausaufgabenbetreuung an den Grundschulen des Werra-Meißner-Kreises aus den Zuweisungen des Bundes an die Länder (4 Mrd. ¤) für Ganztagsschulen beantragt und den interessierten Grundschulen zur Verfügung gestellt werden.

Begründung:
Das sinnvolle Ganztagsschulangebot der Sekundarstufenschulen sollte durch das Angebot einer Hausaufgabenbetreuung nach dem Unterricht an den Grundschulen für die Kinder ergänzt werden, die eine häusliche Unterstützung bereits im Grundschulalter, z.B. durch Berufstätigkeit der Bezugspersonen, vermissen.
Durch Abfrage lässt sich der Bedarf an den Grundschulen des Kreises ermitteln, Zuweisungen und Abrechnung sollten entsprechend dem bisherigen Verfahren bei den Betreuungseinrichtungen an den Grundschulen des Kreises erfolgen.

Da es sich um dieselbe Gruppe der Schülerinnen und Schüler für die Inanspruchnahme einer Ganztagesbetreuung ab der Klasse 5 und Hausaufgabenbetreuung bereits im Grundschulalter handelt, sollte eine frühzeitige Förderung dieser Kinder bereits im Grundschulalter ermöglicht werden. Je früher eine pädagogische Betreuung einsetzt, umso weniger Defizite müssen später ausgeglichen werden.
14.2.2002