Dürfen Anwohner grenzenlos belastet werden?
Lärm und Abgase bis zum Abwinken!
Neue Hoffnung für Bundesstraßenanwohner?
Möglichkeiten der Einflussnahme auf den LKW-Transitverkehr

In der Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung und Verkehr, am Montag, den 10.2.2003, wurde der Berichtsantrag der FWG “Möglichkeiten der Einflussnahme auf den LKW-Transitverkehr“ behandelt.
Im Werra-Meißner-Kreis gab es im Spätherbst 2002 eine Initiative von 15 Ortsvorstehern entlang der B 27, die sich in einer gemeinsamen Resolution an Institutionen auf Kreis- Landes- und Bundesebene für Maßnahmen gegen den LKW-Transitverkehr ausgesprochen haben. Ziel unseres Antrages ist es die Ortsvorsteher zu unterstützen.

In der Vergangenheit versuchte man die Anwohner der Bundesstraßen mit einem zahnlosen Nachtfahrverbot zu entlasten. Vorstöße der FWG, dieses wirksamer werden zu lassen blieben ohne Erfolg. Der Gedanke der Ortsvorsteher ein Transitverbot auszusprechen ist neu und wurde aus Sicht der FWG noch nicht ausreichend auf die Möglichkeit der Umsetzung geprüft!

Den LKW-Fernverkehr durch den Werra-Meißner-Kreis müsste es eigentlich nicht geben, wenn die LKWs die vorhandenen Autobahnen nutzen würden. Zum Schutz der Wohnbevölkerung sind laut Bundesimmissionsschutzgesetz Maßnahmen möglich. Aus unserer Sicht muss geprüft werden, ob Lärm- und Schadstoffgrenzwerte überschritten werden. Wenn an der Ortsumgehung von Wichmannshausen eine Lärmschutzwand gebaut wird, warum wird nichts zum Schutz der Menschen auf den Bürgersteigen direkt an den Bundesstraßen unternommen?
Weiterhin muss geprüft werden, ob die bei einem LKW-Nachtfahrverbot vorhandenen Schlupflöcher, bei einem LKW-Transitverbot nicht genutzt werden können. Umsatteln oder Umladen von Ladung muss auch direkt an der Autobahn möglich sein und nicht ausgerechnet dort, wo man eigentlich nur ein Verbot umgehen will.

Das Landesverkehrsministerium prüft zur Zeit ein Gutachten über ein Durchfahrverbot für Lkw auf den Bundesstraßen 7/27/400. Es kommt zu dem Ergebnis, dass verkehrsbeschränkende Anordnungen zum Schutz der Wohnbevölkerung gegen Lärm und Abgase möglich sind. Sobald das Ergebnis der rechtlichen Prüfung des Gutachtens vorliegt, wird dies im Ausschuss für Kreisentwicklung und Verkehr beraten.
10.2.2002