Es gibt nur einen Weg
Zum Leserbrief von R. Braun,
in der Witzenhäuser Allgemeine vom 29. Januar:
Bürgerbeteiligung bei überörtlichen Großprojekten

Herr Braun kritisiert in seinem Leserbrief im wesentlichen, dass die Belange der Menschen vor Ort bei der Planung und Umsetzung von Großprojekten auch in den Medien so gut wie keine Berücksichtigung finden und dass von den Entscheidungsträgern zu wenig auf Ökonomie geachtet wird. Sei es beim Magna-Park, Kassel Calden oder der A44.

Das ist doch nichts Neues und unter den heutigen politischen Verhältnissen wird sich daran auch nichts ändern. Ich bin seit 14 Jahren Gemeindevertreter, seit 6 Jahren Kreistagsabgeordneter und seit zwei Jahren stellvertretendes Mitglied der Regionalversammlung. Ich habe mich aktiv an mehreren Bürgerbegehren beteiligt und in der Regionalversammlung ein Bürgergutachten zum Ausbau des Flughafens Kassel-Calden eingefordert. Es würde den Rahmen eines Leserbriefes sprengen, wenn ich hier auf weitere Einzelheiten eingehen würde. Internetnutzer finden unter fwg-wmk.de ausführliche Informationen, telefonisch bin ich unter 05651/99797 erreichbar.
Bei all meinen Bemühungen musste ich immer wieder feststellen, dass Bürgerbeteiligung, nicht nur bei Großprojekten, regelrecht unerwünscht ist und eigentlich nur als Angriff auf die eigene Position/Partei verstanden wird.

Demokratie funktioniert auf allen Ebenen nach dem Mehrheitsprinzip der gewählten Parlamentsmitglieder. Das beantwortet auch die Frage, warum es praktisch keine Bürgerbeteiligung gibt. Dass das nicht bis in alle Ewigkeit so weiter geht, daran kann jeder mitarbeiten.

Wolfhard Austen

29.01.2003