Mit dem Transrapid wieder in den Landtag
In der heutige HNA wird Stimmung für die Landtagswahl gemacht:

Posch für Transrapidstrecke Frankfurt-Hahn

Wiesbaden (tom) - Nachdem der Transrapid seine Jungfernfahrt in Schanghai mit Bravour gemeistert hat, hat Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) nun eine „vollgültige Referenzstrecke“ des Magnetschwebezuges in Deutschland gefordert. Es genüge nicht, wenn die Bundesregierung dazu nur schöne Festtagsreden halte, es müssten Taten folgen.
Posch schlug vor, entweder eine Verbindung vom Frankfurter Flughafen über den Hunsrück-Flughafen Hahn und bis nach Brüssel zu bauen oder eine Verbindung zwischen Berlin und Warschau umzusetzen. Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke auf der westeuropäischen Achse könnte die Wachstumsregionen enger verknüpfen und ihre Potenziale mobilisieren.
Einer Strecke Berlin-Warschau käme vor dem Hintergrund der Erweiterung der Europäischen Union besondere Bedeutung zu. Posch kritisierte, dass die Bundesregierung bisher noch keinen Euro für den Neubau einer Strecke im Haushalt 2003 vorgesehen habe.
Dagegen sind die als Referenzstrecken geplanten Transrapid-Verbindungen vom Münchener Flughafen in die Innenstadt oder von Dortmund nach Düsseldorf für den Minister wenig überzeugend. Posch: „Das wäre, als wolle man die Concorde im innerdeutschen Flugverkehr einsetzen.

Die FWG meint dazu:
Ein Politiker mit Verantwortung ist Posch nicht. Er macht nicht zu Ende gedachte Vorschläge ohne zu sagen, wie diese bezahlt werden sollen.
Warum er zwei Flughäfen mittels dem Transrapid miteinander verbinden will oder eine Strecke zum größten Teil im Ausland bauen will (Polen hat ganz andere Sorgen, als jetzt - nur weil Posch es will - einen Transrapid zu bauen und zu bezahlen (womit?)) und welche Fahrgäste er dort erwartet bleibt sein Geheimnis.
Der Transrapid ist als Konkurrenz zu den Hauptkurzstreckenlinien der Fluggesellschaften einzusetzen um den Flugverkehr wenigstens in diesem Bereich zu minimieren. Die Anwohner der Flughäfen würden es danken. Millioneninvestitionen für den Ausbau vieler Flughäfen könnten eingespart werden.
Als Nordhesse müsste er sich eigentlich für eine Verbindung von Kassel nach Frankfurt einsetzen.

Zum neuerlichern Geschäft mit China bleibt anzumerken, dass bevor die erste Strecke nicht bezahlt ist, keine weitere gebaut werden darf.

03.01.2003