Positives Votum nicht nachvollziehbar!
Pressemitteilung von Siegmund Schmidt, Fraktionsvorsitzender der FWG Bad Sooden-Allendorf:

Für uns ist ein positives Votum für die Alternativplanung der Fa. Weinsberger nicht nachvollziehbar.
 
Die FWG-Fraktion hat auf Basis der bisher vorliegenden Informationen über das Thermenprojekt beraten und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:

Herr Stendel von Weinsberger hat keine Betreiber für das Projekt und empfiehlt, die Stadt solle Eigentümer bleiben. Ein Manager vom Fach sei einzustellen oder ein Pächter zu suchen. So etwas haben wir beim Kurpakthotel über 20 Jahre gehabt. Letztlich bleibt die Verantwortung bei der Stadt und so eine Lösung ist ausreichend erprobt, sie funktioniert nicht.
 
Wir haben den Bürgermeister schon vor Monaten gebeten, das erfolgreiche Referenzobjekte auch durch den alternativen Objektentwickler zur zeitgerechten Überprüfung zu benennen sind. Dies ist bis heute nicht erfolgt. Hier liegt der Verdacht nahe, dass Weinsberger nicht in der Lage ist Projekte zu nennen, die nachprüfbar positive Zahlen schreiben!. Dies ist auszuräumen, sonst kommt Weinsberger als Projektentwickler für uns nicht infrage.
 
Die Kristallbädergruppe hat 11 Projekte, die erfolgreich betrieben werden, benannt. Bei 4 Projekten liegen schriftliche und mündliche Auskünfte von den jeweiligen Bürgermeistern vor, die ausgezeichnet sind.
 
Auch übernimmt die Kristallbädergruppe ein nicht unerhebliches Betriebsrisiko, indem sie sich dazu verpflichtet über 15 Jahre eine garantierte Pacht zu zahlen. Im Vergleich dazu übernimmt Weinsberger überhaupt keine Verantwortung. Das Betriebsrisiko wird allein bei der Stadt abgeladen. Bei Weinsberger ist nur sicher, dass Weinsberger an Entwicklung und Bau des Projektes verdient.
 
Weinsberger legt ein einen neuen Entwurf vor, der im Umfang reduziert ist. Wir meinen ein Vergleich mit Bädern in unseren Nachbarorten lehrt, das nur solche Projekte einen ausreichenden Besucherzuspruch haben, bei denen wirklich alles stimmt, wo der Kunde sich sagt, es lohnt wiederzukommen. Wird jetzt an der falschen Stelle gespart, dann führt das dazu, dass wir dauerhaft negative Zahlen schreiben.

 
Die Kristallbädergruppe hat bewiesen, dass sie erfolgreich solche Bäder projektieren und betreiben kann. Bei Weinsberger ist dies alles offen. Ein solventer Betreiber, der bereit ist ein Betriebsrisiko für 15 Jahre zu übernehmen, will sicher in der Projektierung ein solches Bad mit entwickeln. Ein solcher Betreiber, der auch über 15 Jahre eine garantierte Pacht zahlt, fehlt bei Weinsberger und kann auch im Nachhinein, wenn das Projekt schon steht, nicht gesucht werden.
 
Wir fordern eine entsprechende Nachbesserung bei dem Projekt von Weinsberger, oder aber Weinsberger kommt für uns nicht infrage. Vor Bau des Projektes muss klar sein, wer das Bad betreibt und wie bei der Kristallbädergruppe muss die Pacht für 15 Jahre gewährleistet sein.
 
Im Übrigen ist zum Entwurf von Weinsberger zu bemerken, dass neben der Reduzierung des Projektumfangs auch positive neue Ideen eingebracht wurden. Da die Kristallbädergruppe ein Betreiber ist und Weinsberger ein Ausstatter, lässt sich beides evtl. sogar zusammenführen. Die Kristallbädergruppe übernimmt aber nur ein Betriebsrisiko, wenn das Bad ihren Anforderungen entspricht. Daher ist aus unserer Sicht, der größere Umfang aus dem Entwurf der Kristallbädergruppe zur Förderung zu beantragen. Unser Bad muss in jedem Fall besser konzipiert sein als die Thermen in unseren Nachbarorten, die teilweise erhebliche Konzeptfehler haben, nur dann ist ein dauerhafter Erfolg möglich.
 

16.10.2002