"Diese Trasse oder keine"
Pressemitteilung der FWG Nordhessen vpm 5.9.2002:

Zu den Folgen des A44-Baustopps:
Halbherzige Neubetrachtung der gesamten A44-Trasse

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass Land hat die A44 im Bereich von Hessisch-Lichtenau in Bezug auf die FFH-Problematik schlampig geplant und den Baustopp verfügt! Nun soll die gesamte Planung aus FFH-Sicht nachgebessert werden.

Die Ursache der schlampigen Planung, die Bestimmung des Verlaufs ausschließlich durch politische Willkür als Regionalautobahn: “Diese Trasse oder keine“, wird dadurch nicht geändert. Die Chance doch noch eine, wie 1993 vom Rat der Europäischen Union geforderte A44 für Europa zu planen und zu bauen, wird fahrlässigerweise wieder nicht genutzt. Die Folge ist absehbar: Klagen in anderen Abschnitten werden Erfolg haben und den Bau erneut verzögern.

Die FWG Nordhessen fordert, dass die Neubetrachtung der gesamten A44-Trassenplanung endlich losgelöst vom politischen Auftrag aus rein fachlicher Sicht erfolgt. Insbesondere der Verlauf durch das Lossetal, durch den die A44 nicht am Kasseler Kreuz angebunden werden kann und zwischen Waldkappel und Sontra, wo man durch den Wegfall der Spitzkehre die A44 in diesem Bereich von 15 auf 10 Kilometer verkürzen könnte, ist gründlich zu prüfen! Die ausschließliche Nachbesserung der Planung aus FFH-Sicht, mit der Vorgabe, dass die A44 wie vorgesehen gebaut wird, ist halbherzig.