Leserbriefschreiber kritisiert FWG
Der Ortsvorsteher von Walburg, Hartmut Gundlach (SPD), nimmt anhand eines Artikels in der Witzenhäuser Allgemeinen vom 13.06.2002 in einem Leserbrief am 15.6.2002 Stellung zu unserem
Arbeitspapier
zu unserem Antrag der Kreistagssitzung vom 21.5.2002, für die Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung und Verkehr am 14.6.2002:
Erarbeitung eines Maßnahmen- und Forderungskataloges des Kreistages zum A44-Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes.

Die darin enthaltenen Angriffe zeigen, dass Herr Gundlach die Position der FWG zum Bau der A44 um Hessisch Lichtenau (dazu gibt es genügend in unseren INTERNETseiten zu lesen, ebenso gab es in der Presse entsprechende Artikel) herum nicht kennt und der Meinung zu sein scheint, dass in der Politik nach den Interessen der Menschen vor Ort gehandelt wird. Es wäre schön, wenn es auch nur annähernd so wäre. Dass dies nicht so ist, zeigt doch gerade der ortsnahe Bau der A44, der zwar auf den ersten Blick den Verkehr vor den Haustürten der heutigen Bundesstraßenanwohner beseitigt, aber diesen zu nah an die Ortsränder verlagert, wo er mit hoher Geschwindigkeit Tag und Nacht rollen wird, denn auf Autobahnen gibt es kein Nachtfahrverbot.
Weiterhin scheint es für Herrn Gundlach ein Tabuthema zu sein, danach zu fragen, was ist, wenn der A44 Baustopp im Norden von Hessisch-Lichtenau aufrecht erhalten bleibt, also dass Land das Bundesverwaltungsgericht nicht überzeugen kann, um im Norden von Hessisch-Lichtenau weiterbauen zu können. Da zu der Ausschusssitzung Fachleute und verantwortliche Mitarbeiter der Landesregierung angekündigt waren, musste aus unserer Sicht auch über einen Baustopp bei Walburg diskutiert werden, weil es ja schließlich um viel Geld geht.
In der Sitzung wurden dann erläutert, dass das Land im Zusammenhang mit der FFH-Gebietsausweisung Fehler gemacht hat. Diese gelte es jetzt auszuräumen und anhand weiterer Untersuchungen dem Gericht deutlich zu machen, dass die Südumgehung von Hessisch-Lichtenau keine Alternative zur Nordumgehung ist, was auch dem Ergebnis der Voruntersuchungen entsprechen würde und daher schlüssig sei. Man ließ keinen Zweifel daran erkennen, dass man das Gericht überzeugen wird. Wir drücken die Daumen.
Mehr über die Ausschusssitzung in unserer Pressemitteilung vom 14.6.2002, klicken Sie bitte hier.

Hier der Leserbrief aus der Witzenhäusser Allgemeinen vom 15.6.2002:

FWG fährt im Fahrwasser des BUND
Zum Thema: Freie Wähler und der Weiterbau der Autobahn 44

Ohne auf die fünf Forderungen der Freien Wähler im Werra-Meißner-Kreistag zur A44-Entscheidung noch einmal im Einzelnen eingehen zu wollen, möchte ich doch auf diesem Wege meinen Frust und meine Empörung zum Ausdruck bringen

Im Bericht gemachte Äußerungen der FWG stellen alle Hoffnung auf den schnellstmöglichen Weiterbau auf der planfestgestellten Trasse in Frage. Sie stellen ebenfalls die Arbeit der verschiedenen Fraktionen der Ortsbeiräte, des Stadparlaments und des Magistrats der Stadt Hess. Lichtenau in Frage in denen ja bekanntlich auch die Fraktion der FWG vertreten ist und sich einvernehmlich für die geplante Trassenführung eingesetzt hat.

Die Fraktionen im Kreistag haben die Aufgabe, die Interessen der Dörfer und Städte im Kreis zu vertreten, sie haben die Aufgabe, die vor Ort gemachten politischen Entscheidungen ihrer Fraktionen die sich aus dem Willen der Bevölkerung ergeben, mitzutragen, sie ggf. entsprechend weiterzuleiten. All dies muss ich, zumindest zur genannten Thematik, der Fraktion der FWG im Kreistag absprechen.

Sie ziehen zwar am gleichen Strick „Problematik A 44" wie wir in Walburg, Kernstadt und Fürstenhagen, allerdings in die andere Richtung. Sie entfernen sich von der Politik ihrer Mitstreiter vor Ort, sie fahren im Fahrwasser des BUND.

Vor den vergangenen Kommunalwahlen hätten sie diese Position einnehmen müssen, die FWG wäre im Kreistag heute nicht vertreten, selbst die Mitstreiter hier vor Ort hätten ihnen die Mitarbeit und ihre Stimmen verweigert.

Sicher stellt man in der Diskussion zur genannten Thematik im Kreistagsausschuss für Kreisentwicklung fest, dass die gemachten Forderungen auf Grund kurzzeitiger Verwirrung eines, oder einzelner FWGler und ohne Rücksprache mit den Vertretern vor Ort zustande kamen, man stellt sicherlich fest dass nicht die Meinung der gesamten Fraktion widerspiegelt wurde. Alle anderen Erklärungen als eine Gegendarstellung würden die betroffenen Menschen in unserer Region nicht verzeihen.

Hartmut Gundlach, Walburg