Naturschutz kontra Autobahnanwohner?

Der Fraktionsvorsitzende der FWG im Kreistag, Wolfhard Austen ist auch stellv. Vorsitzender der Bürgerinitiative pro A44. FWG und Bürgerinitiative arbeiten zum Thema A44 mit gleichen Zielen.

Widerstand gegen Landschaftsverbrauch durch Ausgleichsmaßnahmen

Der Infoabend der Bürgerinitiative proA44, am 12.6.2002, in der Gaststätte “Zum Dorfkrug“ in Wichmannshausen, war mit etwa 40 Gästen gut besucht. Der stellv. Vorsitzende der Bürgerinitiative Wolfhard Austen berichtete über Tatsachen und Hintergründe der "Regionalautobahnplanung" und die Ursachen und Folgen des Baustopps bei Hessisch-Lichtenau durch das Bundesverwaltungsgericht.

In der anschließenden Diskussion wurde ein für viele Gäste neuer Aspekt eingebracht, durch den der Bau der Autobahn in unseren engen Tälern noch kritischer betrachtet wurde. Die Naturschutzgesetzgebung schreibt im Zusammenhang mit dem Bau Ausgleichsmaßnahmen im engsten Bereich der Trasse vor. Diese sollen entlang der Sontra in einem etwa 25 Meter breiten Streifen vorgenommen werden. Befürchtungen wurden laut, dass durch diesen “Wildwuchs“ ein weiterer massiver Eingriff in unser Landschaftsbild vorgenommen werden soll, was sich auch negativ auf die klimatischen Verhältnisse auswirken werde. Frischluftkanäle würden dadurch zerschnitten, der Luftaustausch werde behindert und die Belastungen durch Abgase für die Ortschaften würde steigen. Auch dagegen wolle man mit allen rechtlichen Mitteln vorgehen.

Dass zwischen Waldkappel und Sontra beidseitig entlang der geplanten Autobahn FFH-Gebiete ausgewiesen wurden, so dass es auch bei uns zu Berührungen und Durchschneidungen dieser Flächen kommt, mache deutlich, dass die Autobahnplanung auch hier noch lange nicht in “trockenen Tüchern“ ist.

Abschließend wurde von Wolfhard Austen allen Bürgern, die Einwände im bevorstehenden Planfeststellungsverfahren einbringen wollen, die Unterstützung der Bürgerinitiative, die eng mit einem Fachanwalt zusammen arbeitet, angeboten. Zur Kontaktaufnahme steht die Rufnummer der BI, Telefon 05651/993034, zur Verfügung.
(Auszug aus einer Pressemitteilung vom 13.6.2002)