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FWG-Witzenhausen fordert Bürgermeister Engel zum Rücktritt auf

Die FWG Witzenhausen fordert Bürgermeister Günter Engel zum Rücktritt auf. Mit den jüngsten Vorfällen – kostenlose Amtshilfe für die Jugendburg Ludwigstein, betrügerische Abrechnungen im Bauhof, Vernachlässigung der Dienstaufsicht über das städtische Bauamt – ist die Grenze des Zumutbaren längst überschritten.

„Bei uns läuteten die Alarmglocken, als wir hörten, dass die Lohnbuchhaltung der Jugendburg Ludwigstein im Rathaus erledigt wird“, führt FWG-Vorsitzender Waldemar Rescher aus. Anlässlich der Ermordung der Betriebsratsvorsitzenden sei wohl herausgekommen, dass die Verwaltung der Burg öffentliche Gelder erschlichen haben soll.
Bürgermeister Engel war der für die Finanzen zuständige Referent im Vorstand der Jugendburg.
Hier tut sich somit ein neuer Sumpf auf.

Mit alledem verstieß er gegen seinen Amtseid, die Interessen der Stadt wahrzunehmen und die Stadt vor Schaden zu bewahren, und er verletzte die Fürsorgepflichten gegenüber seinen Mitarbeitern im Rathaus.

Diese aktuellen Affären stehen nicht für sich allein. Sie sind das Ende einer langen Kette immer neuer kleiner und großer Pannen während der Amtsführung des Bürgermeisters. Erinnert sei nur an die Vermietung der Turn- und Festhalle Unterrieden für einen Republikaner-Parteitag und an die Geldverschwendungen beim Rathausumbau und bei der Sanierung des Ermschwerder Schlos-ses.

In Engels Amtszeit wurden mehr städtische Schulden angehäuft als während der gesamten Zeit seiner Amtsvorgänger, doch es wurden keine entsprechenden Werte geschaffen.

Engels Wahl 1999 schließlich hatte den Beigeschmack der Wählertäuschung durch Falschaus-künfte.

„Soviel Schmutz hat Witzenhausen nicht verdient.“ sagte Rescher abschließend. „Wenn dieser Bürgermeister nun nicht freiwillig aus dem Amt tritt, werden wir unserer Fraktion empfehlen, ein Abwahlverfahren in Gang zu setzen“.